In 5 Schritten zur Buddha-Bowl

Ein paar Wörter zu Food Trends

Ich finde moderne Food Trends oft ein bisschen lächerlich. Wer sich auf Instagram und co. bewegt, wird bestimmt schon festgestellt haben, dass ganz oft auf geschmolzenen Käse und Frittieren gesetzt wird. Ich habe grundsätzlich nichts gegen diese zwei Dinge, aber mir kommt vor, dass der Geschmack dabei oftmals außen vor gelassen wird. Es ist wichtiger, dass das Essen hübsch aussieht, als dass es wirklich gut schmeckt. Genau diesen Eindruck hatte ich auch bei der Buddha-Bowl.

Ok, bei einer Buddha-Bowl kommt es weder zu geschmolzenem Käse, noch zu Frittieren (außer vielleicht bei Teilen davon). Aber eine Zeit lang war meine Feed überflutet von Schüsseln mit sorgfältig getrenntem Essen. Ob das wohl gut schmeckt? Naja, hübsch schaut es allemal aus. Aber die Buddha-Bowl hat leider ein ähnliches Problem wie der Avocado-Toast: Sie ist meist ziemlich teuer. Ich habe vor kurzem über die Vorliebe von Millenials für Avocado-Toast geschrieben und dabei auch die Kosten von Avocados etwas aufgearbeitet (und natürlich auch ein bahnbrechendes Rezept präsentiert husthust). Das Prinzip ist ähnlich: Ein Restaurant verkauft ein einfaches Gericht zu horrenden Preisen.

Buddha-Bowl – die moderne Antwort auf… Salat?!

Denn eine Buddha-Bowl ist in Wahrheit nichts anderes als ein Salat, der nicht vermischt wurde. Da, ich hab’s geschrieben. Deshalb bin ich auch einfach nicht so gerne dazu bereit, über 15 Euro dafür zu bezahlen (es gab, wie so oft in meinem Leben, ein sehr markantes Schlüsselereignis). Weil unterm Strich ist eine Bowl echt nichts anderes als Salat. Ein etwas komplexerer Salat vielleicht, aber trotzdem nur ein Salat. Als mir das klar wurde, habe ich auch den Sinn einer Buddha-Bowl erkannt:

Ein Gericht für den Sommer

Momentan ist es hier in Innsbruck ziemlich heiß. Die Chancen sind sehr hoch, dass es bei dir daheim auch sehr heiß ist. Da kommt ein komplexer Salat, der sättigt aber nicht im Magen liegt, genau recht 🙂 Wer einfach nur einen erfrischenden Salat mag, sollte unbedingt mein Rezept für einen vietnamesischen Reisnudelsalat ausprobieren – geht schnell und schmeckt sehr lecker. Wer aber ein bisschen mehr Zeit investieren mag, kann in fünf Schritten zu einer sehr leckeren Buddha-Bowl kommen. Denn im Grunde besteht jede Buddha-Bowl aus 5 Komponenten: Kohlenhydrate, Dressing, Proteine, Gemüse und Toppings.

In 5 Schritten zur Buddha-Bowl

Ich möchte euch das Prinzip einer Buddha-Bowl anhand eines einfachen Rezeptes für eine Bowl (also für eine Person) erklären 🙂

Buddha-Bowl
Buddha-Bowl

1. Kohlenhydrate

Kohlenhydrate bilden die Basis jeder Bowl. Ganz klassisch ist Reis, es sind aber auch andere Körner und Getreide möglich. Von Dinkel über Buchweizen ist hier alles erlaubt. Ich persönlich mag auch gerne Reisnudeln. Ich nehme davon meist 80-100 g und lasse sie in heißem Wasser quellen bis sie weich sind. Danach seihe ich sie ab und lasse sie ein bisschen abkühlen.

2. Dressing

Beim Dressing gibt’s keine Grenzen. Es bildet das Rückgrat jeder Bowl. Ich bin ein großer Fan von Sesam-Dressing. Dafür nehme ich 2 Tl Sesampaste (Tahina), 1 El Sojasauce und 2 El Reisessig. Das ganze wird mit 1 El Wasser gut verrührt und mit Salz, Zucker und Chiliflocken abgeschmeckt. Aber beim Dressing für eine Bowl lässt sich auch etwas variieren, also einfach ein bisschen experimentieren.

3. Proteine

Auch bei der Wahl der Proteine gibt es keine Grenzen. Wer’s mit Fleisch machen mag, kann gut gebratene Hühnerstreifen nehmen. Ich mags lieber vegan. Ich mache meistens gebratene Tofuwürfel (Rezept dafür gibt’s hier) oder einfach geröstete Nüsse oder Mandeln (21 g Eiweiß pro 100 g ist schon recht stattlich!). Dafür einfach die Mandeln in etwas Öl ein paar Minuten anbraten, auf Küchenrolle zum Abtropfen geben und sofort salzen. Geröstete Mandeln sind meiner Meinung nach auch einer der besten Snacks. Daneben kann man auch die verschiedensten Hülsenfrüchte verwenden, Linsen und Kichererbsen eignen sich besonders gut.

4. Gemüse

Irgend eine Form von Gemüse gehört einfach dazu. Besonders lecker schmeckt natürlich geröstetes Gemüse. Egal ob Paprika, Brokkoli, Blumenkohl, Melanzani oder Karotten – mit ein bisschen Salz, Olivenöl und einem heißen Backrohr ergeben sich ganz besondere Geschmacksnuancen. Dafür einfach das jeweilige Gemüse waschen, schneiden und mit etwas Olivenöl und Salz auf ein Backblech geben. Im Backrohr beim 200° 15-20 Minuten backen (diese Zeit variiert natürlich je nach Gemüse). Fertig. Ach ja und in der Zwischenzeit können ganz entspannt die anderen Komponenten zubereitet werden. Aber auch rohes Gemüse gehört in jede Buddha-Bowl. Geraspelte Karotten, kleine Gurkenwürfel oder einfach ein bisschen Blattsalat: eine rohe Komponente darf einfach nicht fehlen. Ich werde meistens einfach eine Handvoll Salatblätter (bitte entschuldige die ungenaue Angabe, aber hier musst du einfach selber abschätzen, wie viel Salat du in deiner Bowl haben willst ;-)).

5. Toppings

Egal ob Sesam, Leinsamen oder Sonnenblumenkerne – ein schönes Topping macht die Bowl nicht nur optisch ansprechender (do it for the gram), sondern rundet sie mitunter auch noch geschmacklich ab. Ich mag auch gern ein bisschen Avocado dazu. Eine halbe Avocado, in Streifen geschnitten – mehr braucht’s nicht.

Fazit

Die Zubereitung einer Buddha-Bowl ist keine Wissenschaft. Ein paar Zutaten werden zusammengemischt. Dabei nimmt man meist eine Form von Kohlenhydraten, ein paar Proteine, etwas Gemüse in verschiedenen Formen, ein Dressing und ein paar Toppings. Es ist wirklich nicht so schwer, tobt euch einfach aus 🙂 Das Rezept ist auch ein gutes Studentenrezept, weil einfach der Kühlschrank geplündert werden kann 😉 Viel Spaß beim Kochen!

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