Risotto mit Speck und Apfel

Risotto mit Speck und Apfel
Risotto mit Speck und Apfel

Risotto ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. Es fasziniert mich jedes Mal aufs Neue, wie aus einfachen Reiskörnern so ein leckeres Gericht wird. Dabei ist das einzige, was man wirklich braucht, Geduld, gute Zutaten und etwas Sorgfalt. Dafür wird man aber mit einem unglaublich leckeren und eindrucksvollen Essen belohnt. Das Rezept für diesen Risotto ist perfekt, um die Basics zu lernen. Trotzdem wird der Risotto durch die Zugabe von Speck- und Apfelwürfeln zu einem geschmacklich ziemlich komplexen Gericht! Das Tolle an Risotto ist, dass er eigentlich immer aus drei Grundzutaten besteht: Reis, Brühe und ein Geschmacksgeber (das kann Speck sein, aber auch beispielsweise Pilze). Jede weitere Zutat macht den Geschmack des Risotto noch etwas feiner, ist aber irgendwo auch optional.

Wer sich vegetarisch ernährt oder einfach auf der Suche nach etwas Abwechslung ist, sollte sich unbedingt meinen super leckeren Pilzrisotto, meinen herbstlichen Kürbisrisotto oder meinen Spargelrisotto (wenn’s mal wieder darum geht, ein bisschen aufzugeigen) anschauen!

Noch ganz kurz ein paar Wörter zu den Kochzutaten:

Der Wein, den man für den Risotto verwendet, sollte idealerweise auch der sein, den man dann zum Essen trinkt. Kurzum: Es sollte ein guter Wein sein. Tetrapack-Weißwein ist auch zum Kochen nicht gut genug, egal was auf der Verpackung steht. 

Ich kaufe Parmesan oder Grana Padano immer am Stück. Auch wenn das im ersten Moment teurer aussieht als schon geriebener (gefühlt fein gemahlene Sägespänen, die als „geriebener italienischer Hartkäse“ verkauft werden), spart man sich damit Geld. Aber es ist nicht nur günstiger, geschmacklich VIEL (!) besser, sondern auch noch vielseitiger einsetzbar. Denn wenn man die Brühe und damit den ganzen Risotto noch Geschmacks-intensiver machen will, kann man zur Brühe einfach ein Stück Parmesan-Rinde geben. Ich habe irgendwann angefangen, diese Rand-Stücke einfach einzufrieren anstatt sie wegzuwerfen. Man bekommt ein unglaubliches Aroma von einem sonstigen Abfallprodukt, also unbedingt ausprobieren.

Zutaten für Risotto für 2 Personen

  • 2-3 Hände voll Risotto Reis, am besten Arborio
  • Speck, 100 g
  • 1 Apfel
  • ½ Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl, 1 El 
  • Butter, 1 El
  • 1 Handvoll Parmesan/Grana Padano (entspricht etwa 20 g)
  • Weißwein, 125 ml
  • Brühe, 1 l
  • Salz, Pfeffer
  • Wenn vorhanden, ein Stück Parmesan-Rinde

Zubereitung des Risotto

In einem großen Topf die Brühe zum Kochen bringen. Anschließend zurückschalten und Würzen, ggf. auch ein Stück Parmesan-Rinde zugeben. Die Brühe sollte nachher heiß sein, aber nicht kochen.

Die Zwiebeln und den Knoblauch schneiden. Den Apfel schälen und in ganz kleine Würfel schneiden. Also wirklich ganz klein. Niemand isst gerne Risotto, bei dem dann ein Apfelschnitz auf dem Teller liegt. Den Speck ebenfalls würfeln oder einfach schon gewürfelt kaufen #sorrynotsorry. Abschließend noch den Parmesan oder Grana Padano reiben – fertig sind die Vorbereitungen.

Einen zweiten Topf auf höchster Stufe aufstellen. Das Olivenöl und den Speck in den noch kalten Topf geben und langsam erhitzen. Sobald der Speck schön braun ist, die Zwiebel zugeben und mitdünsten. Wenn sie glasig ist, ist es Zeit für den Apfel. Nach zwei, drei Minuten den Reis zugeben und ebenfalls kurz andünsten, dann mit dem Weißwein ablöschen.

Anschließend mit genau so viel Brühe aufgießen, dass der Reis bedeckt ist. Dann noch den Knoblauch zugeben und einfach kontinuierlich Rühren. Sobald die ganz Flüssigkeit verdampft ist, den Reis wieder mit Brühe bedecken. Diesen Schritt mehrmals wiederholen. Nach etwa 10 bis 15 Minuten sollte der Reis dann aber al dente sein. Dann den geriebenen Parmesan und die Butter einrühren und nochmals 1-2 Kellen Brühe zugeben. Alles gut mit Salz und Pfeffer abschmecken und die Brühe nochmals etwas reduzieren lassen. Das Ziel ist ein Risotto, der noch ein wenig Biss hat, aber nicht mehr hart ist. Mahlzeit!

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