Mapo Tofu

Mapo Tofu ist wahrscheinlich mein liebstes Tofu-Gericht. Aber an alle Hardcore-Karnivore: Seid unbesorgt, dieses Rezept ist auch was für euch. Denn Mapo Tofu ist zwar ein Tofu-Gericht, aber deshalb noch lange nicht vegetarisch. Ich habe das nie ganz verstanden, wieso man Tofu als Fleischersatz ansieht. Ich finde Tofu sehr lecker und es lassen sich großartige Speisen daraus zaubern. Aber ein Ersatz für Fleisch? Naaaaaaaaja. Und das sage ich als ehemals langjähriger Vegetarier. Meiner Meinung nach tut man der Kochzutat Tofu auch einfach ein bisschen Unrecht, wenn man sie als Fleischersatz behandelt. Denn das ist sie nicht und wird sie einfach nie sein.

Es ist trotzdem auch irgendwie schade, wie viele Leute Tofu nicht mögen. Ich habe schon sehr oft gehört, dass jemand irgendwo einen Tofu-Burger oder Tofu-Nuggets (oder was weiß ich was – Hauptsache Fleischersatz) gegessen hat und davon total enttäuscht war. Das glaub ich sofort. Denn Tofu hat eine große Schwäche, die aber auch gleichzeitig seine größte Stärke ist: Er schmeckt wirklich fad. Im besten Fall nach nichts, im schlechtesten Fall nach Sojabohnen. Das, gemeinsam mit der Einfallslosigkeit vieler vegetarischer Restaurants (ist meiner Meinung nach leider so – nur weil etwas vegetarisch ist, ist es nicht gleich lecker), führt zu scharenweise enttäuschten Tofu-EsserInnen.

Aber der kaum vorhandene Eigengeschmack von Tofu bringt uns auch viele Möglichkeiten. Er ist quasi unsere leere Leinwand, die uns kompletten kreativen Freiraum lässt. Als Geschmacksträger eignet sich Tofu nämlich hervorragend. Bei Mapo Tofu kommt der Geschmack von einer ganz kleinen Menge Hackfleisch, Sojasauce und Chiliflocken. Es ist ein Gericht mit ordentlichem Pfiff. Und die Tofu-Würfel bringen diesen Pfiff vom Teller in unseren Mund.

Du „magst keinen Tofu“? Dann probier‘ dieses Rezept bitte aus. Wenn dir Tofu danach immer noch nicht schmeckt, dann ist es halt so. Aber gib ihm bitte eine ehrliche Chance 😉

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Zutaten für Mapo Tofu für 2 Personen

  • 150 g Tofu
  • 100 g Faschiertes (Schwein) (ja das reicht, vertraut mir) (alternativ kann man stattdessen 200 g ganz fein gehackte Champignons verwenden, dann bleibt das ganze vegetarisch)
  • 2 Tl gehackter Ingwer
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Frühlingszwiebel
  • ½ Paprika
  • ½ Tl Chiliflocken
  • 1 Tl Sesamöl
  • 1 Tl Szechuan-Pfeffer (oder alternativ 1 Tl schwarzer Pfeffer + ½ Tl gemahlene Koriandersamen)
  • 4 El Sojasauce
  • 1 El fermentierte Bohnenpaste (optional aber sehr lecker; gibt’s im Asiamarkt)
  • 1 Tl Mehl + Wasser
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • Pflanzenöl

Zubereitung des Mapo Tofu

Den Tofu in 2 cm große Würfel schneiden. Den Ingwer und den Knoblauch ganz fein hacken. Die Frühlingszwiebel in zwei Teile schneiden: Den weißen Teil verwenden wir zum Kochen, den grünen zum Garnieren. Den weißen Teil also in ganz dünne Halbringe schneiden, den grünen Teil in schräge, dünne, lange Streifen oder Ringe. Die halbe Paprika in kleine Würfel schneiden.

Einen kleinen Topf mit Wasser zum Kochen bringen. Eine Prise Salz zusammen mit den Tofu-Würfeln zugeben. Der Tofu verliert dadurch noch den letzten Rest Soja-Aroma und wird etwas bissfester. Nach zwei, drei Minuten Kochzeit abseihen.

Einen Wok auf höchster Stufe aufstellen. Das Pflanzenöl zugeben und richtig aufheizen. Wenn es ganz heiß ist, das Hackfleisch (oder eben fein gehackte Pilze) zugeben und kontinuierlich Rühren. Das Ziel ist es, hier ordentlich Farbe und Geschmack durch intensives Rösten zu bekommen.

Sobald das Fleisch leicht braun ist, die Frühlingszwiebel (den weißen Teil), den Knoblauch, den Ingwer und die Chiliflocken zugeben und mitbraten. Dann den Pfeffer und die gemahlenen Koriandersamen zugeben. Im Original nimmt man Szechuan Pfeffer, der ist aber nicht so leicht zu bekommen. Normaler Pfeffer und Koriander tun den Dienst auch mehr als ausreichend. Anschließend die gewürfelte Paprika und die Tofuwürfel zugeben und gut umrühren.

Nach ein paar Minuten sollte die Paprika auch gar sein. Dann mit 200 ml heißem Wasser ablöschen. Anschließend Sesamöl, fermentierte Bohnenpaste (optional) und Sojasauce zugeben. In einer kleinen Tasse 1 Tl Mehl mit ca. 3 El (ist nicht so genau) Wasser vermischen und zur kochenden Sauce geben, damit diese etwas eindickt. Dann noch mit Salz und Pfeffer abschmecken. Fertig ist der Mapo Tofu! Mahlzeit!

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