Dunkle Schokocookies

Richtig gute Schokocookies sind gar nicht so leicht zu finden. Gekaufte sind mir oft zu süß, zu trocken und nicht schokoladig genug. Dabei gehen die Meinungen darüber, was gute Schokocookies wirklich sind, auch schlichtweg auseinander. Meine Lieblingscookies sind sehr schokoladig; verwenden qualitativ hochwertige Schokolade; sind außen knusprig, in der Mitte noch weich (oder chewy, wie man auf neudeutsch sagen würde), dabei aber auch nicht ungebacken (das mag ich noch weniger als zu trockene Cookies); sie sind süß, schmecken aber nicht nur nach Zucker; und sie sind nussig, schmecken aber nicht nur nach Nüssen. Puh, die Liste der Anforderungen ist hier ganz schön lang.

Vor Kurzem bin ich auf das Rezept für dunkle Schokocookies der Kette Pret (ein englisches Unternehmen) gestoßen, das sehr vielversprechend aussah. Ich habe es noch ein bisschen verändert und meinen eigenen Vorlieben angepasst (hauptsächlich die Zucker-Menge reduziert lol). Was ist das Besondere daran? Erstens verwende ich drei verschiedene Arten Zucker: einmal weißen Zucker, wodurch die Schokocookies außen knusprig werden, dann braunen Zucker für die chewy-Konsistenz und zusätzlich dazu aber auch etwas Ahornsirup für eine Karamell-Nuss-Note. Zweitens kommt statt Eiern Tahina-Paste zum Einsatz: diese Sesampaste (gibt’s mittlerweile in jedem Supermarkt) liefert uns ein nussiges Aroma und macht die Schokocookies gleichzeitig aber auch sehr schön saftig.

Insgesamt bekommen wir so Schokocookies, die wirklich voll und ganz meinen Vorlieben entsprechen. Obwohl drei verschiedene Arten Zucker reinkommen ist die Süße deutlich subtiler als in gekauften Keksen. Der Schokogeschmack ist ebenfalls sehr stark und kommt von ungesüßtem Kakaopulver und guter, hochwertiger Schokolade. Und das Nussige-Arome? Das kommt vom Tahin, den Mandeln und dem Ahornsirup.

Auch wenn die Zutatenliste etwas länger erscheint als bei anderen Keks-Rezepten kann ich versichern: es lohnt sich. Du findest alle Zutaten in einem mittel-großen Supermarkt, der Teig ist überraschend schnell gemacht und du kannst deinen Gästen so Kekse servieren, die wirklich lecker sind. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Für die Schokomäuse unter euch kann ich euch auch noch meine Schoko-Trüffel, meinen Schokokuchen mit flüssigem Kern und meine Schokomuffins empfehlen 🙂

Schokocookies
Schokocookies

Zutaten für 10-12 Schokocookies

  • 35 g weißer Zucker
  • 100 g brauner Zucker
  • 5 g Salz (etwa 1/2 Tl)
  • 50 g Mandelblätter (wichtig: nicht gemahlene Mandeln)
  • 200 g Mehl
  • 20 g Kakaopulver (ungesüßt)
  • 4 g Backpulver (in etwa eine Viertel-Packung bzw. 1/2 Tl)
  • 75 g gute dunkle Schokolade (min. 70% Kakaoanteil)
  • 75 g Tahina-Paste
  • 100 ml Ahornsirup
  • 50 ml Pflanzenöl
  • 35 ml Wasser

kompakt und schokoladig - was will man mehr?
kompakt und schokoladig – was will man mehr?

Zubereitung

Zuallererst das Backrohr auf 180°C Umluft vorheizen.

Die dunkle Schokolade in kleine Stückchen schneiden (etwa 1/2 cm Seitenlänge). Dann die Mandelblättchen entweder mit einem Messer in kleinere Stücke schneiden oder einfach mit der Hand zerdrücken. Als nächstes alle trockenen Zutaten für die Schokocookies in eine große Schüssel geben: weißer Zucker, brauner Zucker, Mehl, Backpulver, Mandelstücke, Kakaopulver, Salz und Schokostückchen. Extra Fleißige können Kakao und Mehl hineinsieben.

Als nächstes die Tahina-Paste in eine weitere Schüssel geben. Das Öl zugeben und gut verrühren. Dann den Ahornsirup ergänzen und wiederum gut verrühren. Zum Schluss das Wasser unterrühren und so lange verrühren, bis alles homogen ist. Das Vermischen in Schritten ist deshalb wichtig, weil sich sonst die Tahina und die restlichen Zutaten nicht ganz verbinden.

Anschließend die flüssigen zu den trockenen Zutaten geben und anfangs gut verrühren, dann mit den Händen kurz durchkneten. Die Betonung liegt hier auf kurz: es geht nur darum, dass der Teig gut durchmischt ist und nicht (wie bspw. bei einem Pizzateig) darum, Gluten zu formen.

Optional kannst du den Teig auch über Nacht (bis zu zwei Tage sind möglich) zugedeckt in den Kühlschrank geben. Der Geschmack verbessert sich dadurch noch ein wenig.

Als nächstes den Teig in 10-12 Golfball-große Kugeln formen und diese auf ein Backblech mit Backpapier geben. Dann die Kugeln jeweils etwas flachdrücken. (Die Kekse gehen beim Backen nur leicht auseinander, hier kannst du also die spätere Form maßgeblich beeinflussen.)

Zum Schluss die Schokocookies für erwa 8-10 Minuten backen. Die Backzeit variiert je nach Dicke. Einfach so lange backen, bis sich die Ränder etwas fester anfühlen. Dann nur noch etwa 15 Minuten auskühlen lassen. Fertig!

die fertigen Schokocookies
die fertigen Schokocookies

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